Dann hat das Stündlein geschlagen

praetorian black phantomEigentlich, ja eigentlich sollte ich meiner lieben frau Mama nur mal schnell einen Mondkalender 2011 bestellen, hat 1A geklappt. Doch dann wollte sie noch einen, weil sie den ersten verschenkte. So eine Bestellung ist kein Ding, nur dieses garstige gönnen Sie sich doch etwas ist garstig, denn es wurde mir so eine komische Casio MTF-E002B-1AVEF offeriert.

Habe tatsächlich schon lange keine Uhr mehr gekauft, schlecht schaute sie auch nicht aus, nur wenn Casio dann höchstens eine G-Shock und dies auch nicht jetzt unbedingt; aber ein guter Anlass mal wieder die typischen Uhrenseiten zu besuchen. Drei Wochen später war die Auswahl schon enger, Uhr sollte über 40mm Durchmesser und  mind. 10mm Dicke haben sowie wenn möglich eine schwarze PVC-Beschichtung. Nach einer Weiteren Woche war der Wunschzettel voll, wurde jedoch auf drei Modelle gekürzt:

(kleine bilder sind Links zu den Uhren bei Amazon)

Swiss Code Red – Mach 1

Den Hersteller kannte ich noch nicht, hat aber schöne Modelle  (nicht zu viele) im Programm und kommt mir schon soweit seriös vor.Tachymeter wollte ich ja unbedingt, weil braucht man immer, und damit kann die Mach 1 dienen. Der Preis von ca. 300€ ist eigentlich auch ok, ist halt Quarz. Leider schweigt sich das uhrforum über diese Marke weitgehend aus

Swiss Code Red PRECISSIONMASTER Shinyblack:


Gleicher Hersteller, andere Optik, auch ein Chronograph. Etwas mehr ~untypisch und sogar mit ca. 280€ ein µ günstiger. Dafür halt mehr Silber – wobei heisst ja Shinyblack? Eventuell bedeutet das: Die Uhr wird nur im Sondergeheimspezialeinsatz schwarz.

PRAETORIAN Black Phantom

Zu erst beiwww.milwatches.com gesehen (vorsicht nicht klicken, die haben viel zu viel interessantes Zeugs). Joar das Ührlein ist ordentlich groß 45mm ohne Drücker und auch die Dicke von 14mm überzeugt. Dann auch noch Alarm, welcher über einen eigenen Zeiger gestellt wird, ist schon toll. In der Beschreibung steht zwar auch was von Tachymeter, ich war jedoch zu stark vom E6B Flight Computer abgelenkt, denn diesen braucht man doch gleich 3x öfter als den Tachymeter. Schwarz ist die Uhr auch, das Modell gibt es in zig Ausführungen und zum Glück sogar mit Stahlband. Der Preis mit um die 200€ ist wohl auch ok.

Es war schon hart die Liste auf drei runterzuschrauben, denn Swiss Army, DeTomaso, Timex T49825 (ist aussen vor, weil die muss ich kaufen, sobald … ja genau), Victorinox, Luminox, Sector…. die alle haben auch schöne Modelle. 0815 Marken wie TagHeuer oder Rolex habe ich dieses mal extra nicht beachtet^^

Nach dem höchstkomplizierten ene-mene-muh Prinzip und kurzer Nachfrage im Uhrforum, wurde es dann:

praetorian-black-phantom

Durch ein kleines, vermeidbares, dummes Missgeschick testete ich auf unkonventionelle Art die Härte von Mineralglas und zack hatte es auch schon nach nicht mal einer Woche Tragezeit den sogenannten Used Look:

praetorian-black-phantom-kaputt

Tzja ja da war sie gebraucht, Glas tauschen ist mit ca. 20€ +/- wohl nicht sehr kostspielig. Und weil die High-End-Tactical-Intervention-Watch jetzt schon used ist, kann ich sie ja getrost auch rumwerfen:

praetorian black phantom

Nunja, habe das Ührchen jetzt etwas über zwei Wochen und bin soweit zufrieden, die Gier wurde auf jeden Fall vorerst befriedigt (dummerweise bei der Recherche zu viel schöne Zeitmessgeräte gesehen).

Die Uhr ist ordentlich groß, das eigentliche Ziffernblatt allerdings ganz schön viel kleiner aber immer noch größer als bei vielen anderen ~militanten Uhren dieser Art, vor allem die H3 Modelle haben oft ein komisches Größenverhältnis von Uhrengehäuse zu eigentlichem Ziffernblatt. Für einen Quarzer (pfui^^) ist sie aber ordentlich schwer, also man spürt schon ob man jetzt etwas am Arm trägt oder nicht. Das Stahl Armband mit 24mm (hat die Art von Gliederung, die mir persönlich fast am besten gefällt) und ist den Aufpreis auf jeden Fall wert.
Drumherum hat man feine fünf Interaktionsmodule, also drei Drücker und zwei Kronen. Auf 3 ist die Standardkrone zum einstellen der Zeit, Datum usw. auf der 10 liegt die Krone zum drehen der inneren Lünette, die für den Flugcomputer. Die Drücker Liegen auf 2 (Chrono Start/Pause), 4(Chrono Reset)  und 8 (Alarm An/Aus). Die Computer-Krone liegt ehrlich gesagt recht doof, da man mit der Rechten Hand umständlich ‚rübergreifen‘ muss – geht aber trotzdem.  Die äußere Krone ist auch wenn sie so aussieht, nicht drehbar.
Einstellen von Uhrzeit ist gewohnt einfach, bei Datum und Wochentag muss man die Anleitung zu Rate ziehen und wundert sich trotzdem öfters ob man alles richtig macht, denn die beiden Anzeigen können sich nicht leiden und konkurieren fröhlich miteinander.
Die reine Zeit ist auch bei Düsterheit noch gut ablesbar, auch den Alarmzeiger kann man noch gut erkennen, Chrono-Minuten, Standard-Sekunden und Wochentag verlangen dem Auge schon eher mehr Arbeit ab; Datum kann man fast ganz vergessen.

Praetorian bei der Wikipedia (= wo die Nerdpfeiffen eh alles wegen *nicht relevant genug* löschen)
Die Herstellerseite, welche vor Informationen nur so strotzt ^
Und nochmal bei Milwatches,  da stehen ein paar mehr Informationen als bei Amazon, Uhr kostet dort zwar genau so viel wie bei A – allerdings muss man halt wieder alles ausfüllen und blah! Uuund Milwatches ist eh der Händler der bei Amazon die Uhr verdingst.

Alles in allem bin ich für meine Verhältnisse relativ zufrieden, für absolute Zufriedenheit würde ich wahrscheinlich mehrere Uhrmacher verbrauchen.

 

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